Eddie

Am Anfang stand ein Gedanke. Diesen und Eddie möchten wir heute vorstellen.

Denn die Räuberpfotenseite entstand nicht nur, weil es Nina und mir nicht mehr langte uns gegenseitig von unseren Hundegeschichten zu erzählen und wir sie in die Welt posaunen wollten. Sie entstand auch, weil wir die Schnauze voll haben, dass so oft vergessen wird, wie einzigartig jeder Hund und auch dessen Besitzer ist. Mit ihren Charakteren, den Geschichten und ihrer Beziehung zueinander. Und dass es kein Patentrezept gibt, dass auf alle Hunde und Menschen anwendbar ist.

So kam der Gedanke über die Räuberpfoten möglichst viele Hunde vorzustellen. Den Anfang macht heute Eddie. Ihn haben wir bei unseren bisherigen Besuchen im Lübecker Tierheim mit Frauchen Julia kennen gelernt. Bei ihr haben wir nachgefragt, wie das mit Eddie die letzten Jahre lief.

Eddie wurde in einer Tötungsstation auf Teneriffa geboren und von Tierschützern nach Deutschland gebracht. Dort entdeckte ihn Julia und nahm ihn zu sich. Eddie war zum Anfang ängstlich und unsicher. Irgendwie logisch, bei dem ganzen Trubel in jungen Jahren.

Seit sechs Jahren ist Eddie nun bei ihr. Mittlerweile ist aus dem ängstlichem Jungspund ein ausgewachsener Hund geworden, der sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Wie Julia das gemacht hat? Sie selbst beantwortet diese Frage mit: Viel Zeit und Geduld. Da Eddie ihr erster Hund war, hat sie quer durch verschiedene Ansätze herumprobiert, was Eddie "geduldig ausgehalten und mitgemacht" hat. Und bei all dem Herumprobieren entstand "der eigene Style", mit dem Julia und Eddie heute miteinander umgehen. Wenn ich beide beobachte ist das Schöne, dass ich keine "Methodik nach Lehrbuch" erkenne, sondern einen authentischen Umgang. Ein Miteinander, das in sechs Jahren so entsteht.

Zudem hat Julia gar nicht alles alleine gemacht. Denn sie hatte die Unterstützung einer Jack-Russell-Dame, bei der sich Eddie während des Aufwachsens einiges abgeschaut hat.

Die Erkenntnis nach dem ersten Kennenlernen: Die Mische machts. Ein ehrlicher Umgang zwischen Mensch und Hund hilft. Und das Abgucken von gestandenen Hundepersönlichkeiten ist auch nie verkehrt.

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